Historische Fechtkunst

Seit einigen Jahrzehnten ist die Renaissance der Historischen Fechtkunst zu erleben. Aus mehr als 100 deutschsprachigen und europäischen Bild- und Textquellen, wird die Fechtkunst des 13. bis 17. Jahrhunderts wiederentdeckt und brauchbar gemacht. Sieben Schwerter kann dank jahrerlanger Forschungsarbeit einen kompetenten Unterricht und die Ausbildung im historischen Fechten anbieten.

 

Sieben Schwerter schult Fechtkunst ganzheitlich. Hierfür werden mehrere historische Quellen als Vorlage verwendet. Zusammen mit modernen Erkenntnissen aus der Sportwissenschaft entsteht ein sehr gut funktionierendes Unterrichtskonzept.

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13. Jahrhundert

Die erste Quelle, welche eine Rekonstruktion ermöglicht, ist der Codex MS I.33., er wird auf 1280 datiert. Er behandelt die Fechtweise mit dem Einhandschwert und dem Buckler. Ein deutscher Mönch namens Luitger wird als Lehrmeister erwähnt. Eine historisch korrekte Rekonstruktion der Fechtkunst wird ab diesem Zeitraum möglich.



14. Jahrhundert

Im 14. Jahrhundert beginnt die Tradition Liechtenauer, der Codex HS 3227a ist eines der ersten Fechtbücher zum Langen Schwert. Es beschreibt die Lehre Liechtenauers und ist momentan die zeitlich erste Quelle zum langen Schwert. Umgangsweise, Techniken und Verhalten werden hier ausführlich beschrieben und dienen als Grundlage der damaligen Fechtkunst.



15. Jahrhundert

Im 15. Jahrhundert finden wir die meisten Fechtbücher zum Langen Schwert. Zahlreiche erhaltene Schrift- und Bildquellen verraten uns, dass eine Vielzahl von Waffen kunstgerecht unterrichtet worden sind. So zum Beispiel die Stange, die Hellebarde, das Lange Messer, Schwert und Buckler, ebenso der Dolch und das Ringen sind Teil der Fechtkunst und werden ausführlich erläutert.



16. Jahrhundert

In diesem Zeitraum werden die beschriebenen Techniken in Fechtbüchern mit zusätzlichen Ilustrationen ergänzt. Der Dussack und  das Lange Messer sind beliebte Fechtwaffen im deutschen Sprachraum. Im italienischen Sprachraum kommt das Rapier auf, welches sich in ganz Europa verbreitet und langsam das lange Schwert ablöst. Das Lange Schwert wird dennoch weiterhin unterrichtet und geschätzt.



17. Jahrhundert

Das in Italien entstandene Rapier hat seinen Siegeszug über Europa beendet. Aus verschiedenen Sprachregionen lassen sich zahlreiche Bücher zur Fechtweise mit dem Rapier finden. Das Stoßfechten dominiert und bestimmt die Fechtweise. Im deutschen Sprachraum wird das Lange Schwert immer noch gefochten und als Schulungsmittel verwendet.



18.-20. Jahrhundert

Die Fechtwaffen entwickeln sich mal wieder mit der Zeit und Mode. Der Hofdegen passt noch besser zur Garderobe und verdrängt das schwerere Rapier. Der Säbel wird nicht nur zu Fuß, sondern auch zu Pferde gefochten. In diesem Zeitraum entstehen auch die Vorreiter der klassischen Sportfechtwaffen: Säbel, Degen und Florett.



21. Jahrhundert

Heute nehmen wir die Historische Fechtkunst als Sport, Brauchtumspflege und Bildung wahr. Eine der faszinierensten Sportarten erlebt eine Renaissance und kann wieder mit Freude erlebt werden. Die Fechtkunst zwischen Spiel und Ernst steht in einem interessanten Kontext zu unserem modernen Alltag, der uns auf sportliche Art und Weise begeistert und bereichert.


Habe eines Mannes Mut

gegen den, der dir Unrecht tut.

(Hans Talhoffer, 15. Jh.)

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