Wozu Historische Fechtkunst?

Egal ob Albrecht Dürer, Johan Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller, Bruce Dickinson oder Sophie Marceau -  Sie wissen oder wussten den Wert der Fechtkunst zu schätzen.

Der Umgang mit einer Fechtwaffe kann sehr vieles lehren und fördern. Die Historische Fechtkunst ist bei uns Entwicklung, Sport, erlebbare Geschichte und Kunst, die bewegt. Im Vordergrund sollte immer die Freude am Erfahren und Ausüben der Fechtkunst stehen. Eine besondere Sportart in einer guten Atmosphäre kennenlernen und erleben.

Lehrreich und Vielseitig


Und warum Fechten die Schüler?

  • Ute Junghanns: Ein hervorragender Ausgleich zum bewegungsarmen Alltag. Übung der Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer und Fitness.

  • Alexander Reichert: Um Sport zu treiben und Spaß zu haben. Bei vielen Sportarten ist ein großer Leitungsdruck vorhanden, in unserer Fechtschule ist das nicht so.

  • Till Teckentrup: Weil ich Bewegungen mache, die ich aus keiner anderen Sportart kenne. Jede neue Sportart ist wie eine neue Sprache lernen – das Spektrum zu denken erweitert sich.

  • Sascha Werle: Für mich als sportlicher Ausgleich, Kindheitstraum und bester Sport überhaupt.

  • Marius Wieandt: Aus Spaß, damit ich etwas habe, worauf ich mich die ganze Woche freuen kann und um als Reenactor auch fechten zu können.

  • Erik Munke: Zu allererst wegen der Fitness. Symetrie und Ausgeglichenheit fördern Rumpfstabilität, machen einen starken Rücken. Koordination und Gleichgewicht werden verbessert. Das innere Gleichgewicht wird ebenfalls gefördert.

  • Ralf D.: Es bereitet mir Freude, dient dem körperlichen Ausgleich zum Büro-Job und hilft mir das Motivationstief am Wochenanfang zu überwinden. Außerdem kann ich das Training meinen Rückenbeschwerden anpassen.

  • Nathalie Soybelman: Weil es keine Sportart ist, die „jeder“ macht und weil es einfach Spaß macht.
  • Daniela Hintermair: Weil ich etwas für meinen Körper tun will, weil ich eine Sportart betreiben will, die mich nicht nach einem halben Jahr zu Tode langweilt. Und weil ich etwas – für mich – besonderes machen will.
  • Anthony Staender: Zur Körper- und Charakterschulung, weil es fit hält, Spass macht und Geist und Körper bewegt. Und es bereichert mich, eine jahrhundertalte europäische Kunst zu lernen.

  • René Novotny: Um meine Konzentration zu stärken. Um Kraft zu tanken. Um mich selbst besser kennenzulernen.
  • Dominik Oesterle: Ich bin sehr an Geschichte interessiert. Fechten bietet eine schöne Abwechslung zum Alltag, ich fühle mich sehr wohl in der freundschaftlichen und ehrlichen Trainingsatmosphäre.

  • Marcel Liebsch: Ich fechte, weil es Spaß macht sich mit einem Schwert zu bewegen, sich selbst zu verbessern und das Schwertfechten wiederzubeleben.

  • Felix Ostertag: Vor allem weil es Spaß macht! Außerdem ist es für mich etwas romantisches. Egal ob Märchen, Fantasy Roman oder Sage, überall gibt es den Kämpfer mit Schwert, Schild oder Speer. Auch wenn die realen Ritter, Krieger oder Soldaten den Idealen selten entsprechen, ist der Ritter der die Jungfrau rettet oder der wilde Barbar der für seine Freiheit kämpft doch irgendwo ein Vorbild von denen es heute scheinbar kaum noch welche gibt.


Was die Fechtkunst schult


Körperbewusstsein:
Wer sich mit seinem Körper befasst, lernt ihn besser kennen und einschätzen. Beim Training lernt man mit seinem Körper umzugehen, ihn ökonomisch zu nutzen und mit ihm im Einklang zu arbeiten. Ein gutes Körpergespür gibt Sicherheit, Stabilität und Selbstvertrauen, nicht nur auf Körperebene.

„…hinter sich, oder vor sich treten, nach dem was er gespürt hat…


Motivation:

Wenn Dinge unüberwindbar erscheinen, hilft gezielte Motivation zum richtigen Zeitpunkt. Der Trainer unterstützt schwierige Situationen mit Rat und Tat, er hilft dem Schüler da, wo er Hilfe benötigt und motiviert diesen individuell. Die Motivation untereinander wird ebenfalls geschult.

„…fröhlich, mit gutem Mute und kühn und ohne alle Furcht an dem Schwerte stehen…“


Gesundheit:
In der Historischen Fechtkunst fordern die Fechtmeister auf eine Seite zu bevorzugen, aber dennoch die andere genauso zu beherrschen wie die favorisierte. Wir trainieren beide Seiten und wenn es sportmotorisch einseitig wird, schaffen wir Ausgleich durch Kraft- und Dehnübungen.

„…gerader und gesunder Leib...“



Konzentration:
Sich über längeren Zeitraum zu konzentrieren, ermüdet und fällt häufig schwer. Konzentration und gleichzeitige
Freude bei der Übung schaffen eine Ausgewogenheit auf dem Konzentrationslevel. Durch gezielte Übungsabläufe über einen längeren Zeitraum, können Konzentrationsschwächen Stück für Stück abgebaut werden.

„…drum nutze Deine Sinne und betrachte es ordentlich...“


Reaktionsfähigkeit:

Eine schnelle Reaktion verringert Unfälle und schützt unseren Körper aktiv gegen äußere Krafteinwirkung. Aktion und Reaktion sind Bestandteil verschiedener Partnerübungen. Das effektive Agieren auf eine Aktion des Gegenübers trainiert die Hand-Augen- Koordination als auch die Fähigkeit von Nerven und Muskeln blitzschnell zu reagieren.

„…sei immer rasch und augenblicklich schnell…“


Wahrnehmung:

In unserer multimedialen Welt fällt es häufig schwer zu selektieren und die wesentlichen Dinge wahrzunehmen. Sinnesschulung, das Wahrnehmen des Gegenübers und seiner Trainingswaffe helfen zu selektieren und die Wahrnehmung zu fokussieren. Mit dem Training auf das Wesentliche fällt es auch im Alltag leichter zu sortieren, Reize und Signale können somit sinnvoller verarbeitet werden.

„…so soll er seine Schritte wohl wahrnehmen…“



Rhythmus:

Nicht nur Tanzen und Musik schulen Rhythmusfähigkeit, sondern auch die Kunst des Fechtens. Um während der ständigen Bewegung in einer Übung nicht zu steif und grobmotorisch zu agieren, werden verschiedene Übungen zur Rhythmusschulung in das Training integriert.

„…ständige Bewegung, beschließt Beginn, Mitte und Endung allen Fechtens…“


Geschwindigkeit:

Zum richtigen Zeitpunkt, schnell an der richtigen Stelle zu sein, ist nicht einfach. Das optimale Timing im passenden Zeitfenster gilt es vor allem im Freifechten einzustudieren, ein entsprechender Schutz lässt hier hohe Geschwindigkeiten zu. Geschwindigkeit und das Indes sind hier von Bedeutung und werden geschult.
„…ernstes Fechten will rasche Schläge…“

Kraft & Ausdauer:

Fechtkunst eignet sich als optimaler Kraftausdauersport. Er zeichnet sich aus durch eine hohe Fettverbrennung, eine Steigerung des Gesamtumsatzes durch Zuwachs der Muskulatur. Gerade im Freifechten wird die Kraftausdauer durch permanente Bewegung, Sprünge und Aktionen gefordert und gefördert.

„…mit ganzem Leib fechte, was du stark kannst treiben…“



Stabilität:

Vor allem die Wirbelsäulengelenke profitieren von einer gut ausgebildeten Gelenkstabilität. Fechtkunst richtet nicht nur auf, sondern macht Gelenkumgebende Muskulatur reaktiv stabil. Eine gut ausgebildete Stabilität ist in vielen Situationen notwendig, vor allem um mit den beiden Beinen sicher und fest auf dem Untergrund zu stehen.
„...von einer Seiten auf die Ander, unten und oben…"

Gleichgewicht:

Ein gut geschulter Gleichgewichtssinn ist das A und O für jeden Fechtstand, wer wackelt und kein Gespür hat, neigt zum Kippen und Stürzen. Gezielte Gleichgewichts- und Propriozeptionsübungen tragen zu einem sicheren und ausgeglichenem Körpergefühl bei. Das Gleichgewicht wird in vielen Übungen gefördert.

...als ob er richtig zusammen auf einer Waage stehen würde…“


Grenzen erfahren:

Seine eigenen Grenzen kennenzulernen kann von Vorteil sein. Wir lernen die Grenzen anderer zu respektieren und die eigenen besser einzuschätzen. Nicht nur Grenzen gilt es zu überwinden, sondern auch deutlich „Stopp“ sagen zu können, damit die eigene persönliche Grenzen nicht überschritten wird.

„...kühn und ohne alle Furcht, wo er ihn gewiss treffen wird…“



Vertrauen:

Das gemeinsame Training mit einem Trainingspartner setzt Vertrauen voraus. In verschieden Trainingsabläufen wird Vertrauen zum Gegenüber aufgebaut, um den spielerischen Ablauf sicher und verlässlich durchzuführen. Ein Fechter soll sich jederzeit auf die Aktionen des anderen verlassen können und ein verlässlicher Trainingspartner sein.

„…und was willst Du treiben, bei guter Vernunft sollst du bleiben…“


Sicherheit:

Sicherheit wird bei uns groß geschrieben. Der Umgang mit einer Fechtwaffe erfordert Disziplin, Verantwortungsgefühl, Umsicht und ein hohes Maß an Konzentration. Im Training lernen wir eine gute Mischung aus Konzentration und Sicherheit, um uns und andere nicht zu gefährden.

„…ein guter Fechter soll vor allen Sachen, sein Schwert gewiss und sicher führen…“


Herausforderung & Angst:

Herausforderungen und Ängsten können wir uns täglich stellen oder auch nicht. Mut und Entschlusskraft sind der Schlüssel, um sich einer Herausforderung oder Angst bewusst und überlegt zu stellen. Im Training lernt man gezielt Mut und Entschlusskraft aktiv umzusetzen. Motivation spielt hierbei eine entscheidende Rolle.

„...und gar mit gutem Mut und gutem Gewissen und Vernunft, soll ein Fechter daher gehen und ohne Furcht…“



Bewegung & Beweglichkeit:

Regelmäßig trainierte Fechtkunst verschafft eine gute Kondition und Beweglichkeit. Aktive Bewegung und Betätigung des eigenen Körpers beugt Krankheiten wie Herzinfarkt, Übergewicht, Diabetes mellitus und hohem Blutdruck vor. Gesundheitsorientierter Sport ist wohl eine der besten Altervorsorgen überhaupt. Permanente und flüssige Bewegung in Fechtsituationen sind spielerisch anzustreben.

„…Motus das schöne Wort, ist des Fechtens Krone und Hort…“


Entscheidungsfähigkeit:

Jeden Tag entscheiden wir uns aufs Neue. Bewusstes und überlegtes Handeln helfen uns Entscheidungen leichter zu treffen. Vor allem im passenden Moment die richtige Entscheidung zu treffen, ist Teil des Unterrichts. In bestimmten Übungssituationen gilt es blitzartig zu entscheiden, das schult die Entscheidungsfähigkeit.

„…Indes, oder dieweil so magst Du denn wohl trachten und wissen, was Du gegen ihn tun sollst…“


Durchsetzungsvermögen:

Seinen Willen konkret in die Tat umzusetzen will gelernt sein. Häufig kommt es in Übungssituationen darauf an, die Trainingswaffe richtig zu setzen und durch die entstehende Abwehrlücke des Gegenübers gezielt zu treffen. Nur mit dem richtigen Willen und Einsatzbereitschaft kann hier das Ziel erreicht werden.

„…der fasse sich ein fertiges Stück vor, welches er will, das da ganz und gerecht ist…“



Ziele erreichen:

Ein Ziel zu erreichen kann in vielen Situationen hilfreich sein, unser Training lehrt Fokussierung, Zielgenauigkeit und das Erreichen von Zielen. Spielerisch lernt man konkret zu fokussieren und Ziele direkt ins Visier zu nehmen. In Übungen kommt es dabei häufig darauf an, das Vorhaben in die Tat umzusetzen, um eine Zielsetzung zu erfüllen.

„…Kompliziertheit vermeide…“


Kontrolle & Mäßigung:

Unüberlegte oder gar aggressive Handlungen in Konflikten ergeben häufig unerwünschte Reaktionen. Die Fähigkeit, sich in bestimmten Situationen zurückzuhalten, bedarf der eigenen Mäßigung. Wann das Maß voll ist und man sich kontrollieren sollte, gilt es zum Eigenvorteil zu erfahren.

„…auch sollst Du Maß haben in Deinem Gefechte, nach dem was sich ergibt…“


Konfliktverhalten:

Fechtkunst lehrt den gegenseitigen Respekt, die Achtung und das Auseinandersetzen mit den Mitmenschen. Die Übungssituationen führen dazu, Absprache mit dem Trainingspartner halten, sich gegenseitig zu respektieren und das Thema Sieg und Niederlage kennenzulernen.

„…sei gesittet mit Deinem Übermut, das ist Dir gut…“



Selbstbewusstsein:

Die Fähigkeit sich selbst bewusst zu sein und selbstbewusst zu handeln, wie es dem eigenen Wesen entspricht, fällt nicht jedem leicht. Unser Training schult nicht nur die aufrechte Haltung, sondern auch Haltung im Angesicht anderer gegenüber. Bewusstes Auftreten und Aufrechthalten sind Bestandteil von Partnerübungen.

„…soll auch in seinem Schreiten gewiss sein…“


Einschätzung:

Gezielte Einschätzung der Körperstatur und Bewegungsart des Gegenübers ermöglicht eine Abwägung der Vor- und Nachteile, die der andere mit sich bringt. Stärken und Schwächen werden hier analysiert und erkannt. Eigene Schwächen werden aufgezeigt und können Schritt für Schritt abgebaut werden, Stärken hingegen werden gefördert.

„…merken und warten was er tun will, oder was seine Sache ist…“


Autorität:

Durch Erfahrungen im Fechten wie Entschlusskraft fassen und den anderen zu würdigen, kann das eigene Ansehen steigen. In verschiedenen Aufgaben lernen wir bewusst und entschlossen eine Technik durchzuführen. Wir würdigen dabei unser Gegenüber, indem wir ihm Fehler zugestehen und ihn diese verbessern lassen.

„…Weich und Hart und das geht von der Autorität…“



Kunst lernen:

Menschen leben Kunst, Kunst belebt die Menschen. Hier lernt man eine Kunst kennen, die viele faszinierende Eigenschaften in sich vereint. Die Fechtkunst bei Sieben Schwerter lehrt uns im Leben, auf der Körperebene und in der Bildung des Vergangenen. Sie ist erlebbare Geschichte, Brauchtumspflege, faszinierende Kampfkunst und Freude an der Bewegung in einem.

„…Übung taugt wohl ohne Kunst, aber Kunst taugt nichts ohne Übung…“


Erkenntnisse:

Der Schüler kann für sich und andere zahlreiche Erkenntnisse in der Fechtkunst sammeln. Der Umgang mit Erfolg und Misserfolg wird erlebt und aus den Fehlern wird gelernt. Im Freifechten lernt der Schüler gezielt Fehler zu verbessern und aus Sieg und Niederlage seine Schlüsse zu ziehen.
„…Kühnheit und Mut, Vorsicht, List und Klugheit, Vernunft, Verborgenheit, Muße, Vorbetrachtung, Fertigkeit will das Fechten haben und fröhliches Gemüt tragen…“

Die beigefügten Anmerkungen in Anführungszeichen sind aus der Handschrift 3227a, ein Fechtmanuskript von 1389. Zur Verständlichkeit sind diese teilweise modernisiert.



Kühnheit, Entschiedenheit, Vorsicht, List und Klugheit,

Vernunft,Verborgenheit, Maß, Vorbetrachtung,

Fertigkeit will das Fechten haben und fröhliches Gemüt tragen.

(Anonymer Fechtmeister 14 Jh.)

Kontakt aufnehmen:

Videos auf youtube:

Wir auf facebook:


Fechtschule Sieben Schwerter

Untere Gasse 18 | 71642 Ludwigsburg

Telefon: 07141 - 6855422

Mobil: 0175 - 5278113

E-Mail: info@sieben-schwerter.de